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Entwurf zeigt das künftige Klinikgelände

Der Entwurf zeigt das künftige Klinikgelände. Grafik: agn Niederberghaus & Partner GmbH/Landesbeauftragter für den Maßregelvollzug NRW

Forensische Klinik wird auf sechs Hektar großer Fläche gebaut

Ein 5,50 Meter hoher Zaun wird das Fachkrankenhaus umgeben

Die Klinik, die in den kommenden Jahren auf dem südlichen Ende des ehemaligen NATO-Flugplatzes entsteht, wird ein Fachkrankenhaus zur Behandlung und Sicherung von psychisch kranken und suchtkranken Straftätern.

In der forensischen Klinik werden nach Inbetriebnahme 150 männliche Patienten behandelt, die in Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung oder einer Suchterkrankung erhebliche Straftaten begangen haben und von einem Gericht in den Maßregelvollzug eingewiesen worden sind.

Das forensische-psychiatrische Krankenhaus wird auf einem etwa sechs Hektar großen Gelände im südlichen Bereich der einstigen Start- und Landebahn des ehemaligen NATO-Flugplatzes Hopsten (Kreis Steinfurt) entstehen.

Die Maßregelvollzugspatienten werden auf sechs Stationen mit jeweils drei Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht. Neben regulären Behandlungsstationen wird es für Krisenfälle zudem zwei Intensivbehandlungswohngruppen geben, auch werden reizarme Spezialräume eingerichtet – sogenannte Kriseninterventionsräume. Zusätzlich entsteht auf dem Gelände eine Reha-Station für Patienten, die in ihrer Therapie weit fortgeschritten sind und kurz vor ihrer Entlassung stehen.

In den verschiedenen Therapiebereichen entstehen unter anderem Räume und Flächen für die Arbeits- und Ergotherapie, eine Sporthalle für die Bewegungstherapie, ein Kreativbereich, Schulräume sowie ein Gewächshaus, Grünflächen und ein kleines Außengehege für die bereits in Rheine angewandte Tiertherapie. In einem sogenannten Multifunktionsraum wird eine Caféteria eingerichtet. Dieser Raum wird später auch für interne Veranstaltungen und die Sitzungen des Klinikbeirates genutzt. 

Die gesamte Anlage wird von einem 5,50 Meter hohen Sicherheitszaun mit nur einem zentralen Ein- und Ausgang umgeben sein. Diese Pforte ist als Sicherheitsschleuse angelegt. Der gesamte Klinikkomplex wird also als ein nach außen hin geschlossenes System gebaut.

Zuständig für den Bau der geplanten Maßregelvollzugsklinik ist das Land Nordrhein-Westfalen. Planung und Bau erfolgen in enger Abstimmung zwischen dem Land NRW, dem LWL als künftigem Träger der Klinik und der Stadt Hörstel.